Nachhaltigkeit: Verbraucher fordern Umsicht bei Geldanlagen
Freitag, den 05. August 2011 um 09:30 Uhr

Spätestens seit der Explosion einer Bohrinsel vor der amerikanischen Küste im April 2010 haben die Unternehmen erkannt, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher einen massiven Druck aufbauen können, um Unternehmen zu einem umweltverträglichen und ethischen Handeln zu bewegen. So war es nur eine Frage der Zeit, dass die Forderung an Aktiengesellschaften Umweltberichte oder Nachhaltigkeitsberichte herauszugeben durch eine Forderung zur nachhaltigen Geldanlage ergänzt wird.

Die Verbraucher wurden durch Skandale und Fernsehbilder sensibilisiert

Vielen Menschen wurden erst durch Enthüllungen des Fernsehens darauf aufmerksam, dass einige Industriezweige nicht sehr rücksichtsvoll mit der Umwelt umgehen. Zu den Klassikern dieses Genre gehören die immer von Greenpeace produzierten Videos von Umweltsünden und auch die Berichterstattung des Magazins Monitor über Atommüllentsorgung in Russland, die nicht mit westlichen Standards zu vergleichen ist. Nach der immer lauter werdenden Forderung nach einer Energiewende zeigt sich dieses Bewusstsein nun auch immer mehr in der Forderung nach Möglichkeiten für nachhaltige Geldanlagen.

Nachhaltige Geldanlagen ja, aber nicht zu viel davon!

Einerseits bejahen die Verbraucher eindeutig, dass etwas für die Umwelt und die nachhaltige Entwicklung getan werden muss. Andererseits sind die ersten zaghaften Gehversuche in Deutschland für Banken und Institute, die ausschließlich nachhaltige Geldanlagen anbieten, gescheitert. Offensichtlich ist die Grenze des Engagements dort überschritten wo eine "grüne" Bank beispielsweise absolut nicht marktfähige Zinsen bezahlen kann. Dies bedeutet, dass die meisten Verbraucher zwar "etwas" aber nicht "allzu viel" für die nachhaltige Entwicklung tun wollen.

Investmentfonds und Aktien bieten sich deshalb für nachhaltige Geldanlagen an

Die meisten Verbraucher verteilen deshalb ihre Investments auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Vertragspartner. Unter dieser Vorgabe des Kundenverhaltens entwickelten sich dann die Investmentfonds aller großen Anbieter, die als Spezialfonds in nachhaltige Produkte und Unternehmen investieren. Dabei sorgt ein Fonds-Manager dafür, dass die Vorgaben eingehalten und die Nachhaltigkeit auch umgesetzt wird. Eine weitere Möglichkeit zum nachhaltigen Investment bieten auch verschiedene Aktien beispielsweise der Windenergie- oder auch der Solarindustrie.

Weitere Informationen zur Thematik nachhaltiger Geldanlagen finden Sie hier.